12.09.11 - ibusiness.de
Im Zuge des Wandels zu Wissensgesellschaften
sehen sich viele Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: um wettbewerbsfähig
bleiben zu können, müssen sie auf Wissensmanagement setzen.
Eines der mächtigsten Werkzeuge zur kollaborativen Wissenskonstruktion
sind Wikis. Wie effektiv der Einsatz von Wikis in Unternehmen ist, verdeutlicht
die Analyse zur kollaborativen Wissenskonstruktion im journalistischen
Umfeld. Jedoch besteht hier auch noch Aufklärungsbedarf.
Mangelnde Wissenskultur in Redaktionen ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen: Da die Journalismuskultur in Deutschland nicht von Gründlichkeit oder Exklusivität geprägt ist, sehen sich gerade jüngere Journalisten oft als 'Medienproduzenten' mit geringem Anspruch an Qualitätsjournalismus. Die Verlagsgeschäftsführung mancher Häuser betrachtet Journalismus als ein flüchtiges Geschäft und ergreift keine Maßnahmen zur langfristigen Wissenssicherung. Hinzu kommt, dass viele Journalisten betriebswirtschaftlich geprägten Management-Methoden abwehrend oder zumindest skeptisch gegenüberstehen. Dabei ist Wissen im Journalismus Rohstoff und schließlich auch Endprodukt.
In der idealisierten Umgebung einer Alleinredaktion geht der Großteil
des redaktionellen Wissens verloren, wenn ein Redakteurswechsel vollzogen wird.
Dies ist praktisch natürlich nie der Fall, da in den meisten Redaktionen
zumindest
rudimentäre Strukturen redaktioneller Wissensbewahrung existieren. Allerdings
ist der Wissensfundus in Medienbetrieben "so enorm, dass er nicht en passant
weitergegeben werden kann".
Eine zeitgemäße, ganzheitliche Wissensmanagement-Strategie kann helfen, redaktionelles Wissen langfristig zu sichern und verfügbar zu machen. Dabei sind soziale Softwaresysteme wie Wikis optimal, um Aufwand und Kosten dieser Maßnahmen minimal zu halten. Sie sind als Teil des Wissensmanagements ideal für kollaborative Wissenskonstruktion geeignet.
Wenn alle Mitarbeiter sich am Wiki beteiligen, ist die Gruppe besser gestellt, als wenn jeder Mitarbeiter sein Wissen für sich behält. Dennoch ist der Einzelne theoretisch besser gestellt, wenn er sein Wissen für sich behält. Behalten allerdings alle Mitarbeiter ihr Wissen für sich, enthält das Wiki keine oder nur wenige Informationen, und jeder muss sich die Inhalte selbst erarbeiten, wodurch er wiederum schlechter gestellt ist, als würden alle Mitarbeiter ihr Wissen teilen. Viele Mitarbeiter glauben zunächst, sich durch das Teilen von Wissen ersetzbar zu machen. Thoen hält dem entgegen, dass man sich im Informationszeitalter mit dem Teilen von Wissen eher einen Status als Guru etablieren kann.
Keine der untersuchten Redaktionen hatte Mitarbeiter, deren Hauptaufgabe das Koordinieren von Wissen ist. Der "Knowledge Desk" ist also in deutschen Redaktionen noch inexistent. Dabei war es vollkommen irrelevant, wie groß die Redaktion war. Wikis sind relativ regelmäßig über deutsche Redaktionen - von groß bis klein - verteilt.
Ein Problem ist eher die Kommunikation: Selbst wenn Wikis in der Redaktion existierten, wussten manche Redakteure nicht einmal davon. In manchen Häusern wird das Wiki auch nur zur Verwaltung von Dokumenten und Abläufen genutzt oder liegt brach. In Redaktionen ohne redaktionelles Wiki war zu beobachten, dass oftmals aber die Finanz- oder IT-Abteilung (bzw. EDV) ein Wiki nutzt. Ein Austausch über die Möglichkeiten dieses Tools findet allerdings nicht statt, weil IT und Redaktion oft nebeneinanderher arbeiten. Diese Trennung von Redaktion und Technik ist auch noch heute symptomatisch für (Online-)Redaktionen.
31.03.2012
| Portale
iPad-3-Test.de
Unsere Informationsseite rund ums neue iPad 3 erreichte über 300.000 Besucher im März
28.11.2011
| Portale
Tablet PC Table
Die Seite für Tests von Tablet PCs
30.08.2011
| Portale
IT-Entwickler-Jobs.de
Die Jobbörse für Entwickler
18.05.2011
| Portale
CNC-Zerspanungsbörse
Portal für die Zerspanungsindustrie
20.04.2011
| Portale
Hochzeitsfotograf-24
Portal rund ums Heiraten
Daniel Würstl
Dipl. Betriebswirt (FH)
kontakt@internet-agentur-bodensee.com
TEL 0751 958 718 78